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Call-Eckdaten
Förderung der Forschung zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Langzeiterkrankungen nach einer Infektion
Förderprogramm
Horizont Europa: Cluster 1 - Gesundheit
Call Nummer
HORIZON-HLTH-2026-01-DISEASE-03
Termine
Öffnung
10.02.2026
Deadline
16.04.2026 17:00
Förderquote
100%
Budget des Calls
€ 39.300.000,00
Geschätzter Beitrag der EU pro Projekt
zwischen € 6.000.000,00 und € 8.000.000,00
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Call-Inhalte
Kurzbeschreibung
Mikrobielle Infektionen können die Lebensqualität der Patient*innen nachhaltig beeinträchtigen und zu langfristigen Erkrankungen führen, die durch anhaltende Entzündungen, Organschäden und eingeschränkte Funktionsfähigkeit gekennzeichnet sind und eine wachsende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft darstellen. Diese Erkrankungen sind unzureichend erforscht, werden zu selten diagnostiziert und sind nicht wirksam behandelbar. Die Erforschung ihrer Prävention, Behandlung und Bewältigung muss vorangetrieben werden, um die Ergebnisse für die Patient*innen zu verbessern, die Belastung des Gesundheitswesens zu verringern und die Produktivität der Arbeitskräfte zu steigern.
Call-Ziele
Das Thema ist offen für langfristige Erkrankungen, die auf Infektionen durch Mikroorganismen aller Art (einschließlich Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze) zurückzuführen sind und nach Abklingen der Erstinfektion fortbestehen. Die Forschung im Zusammenhang mit Krebs ist ausgeschlossen, da sie von der Krebsmission abgedeckt wird.
Die Vorschläge sollten darauf abzielen, innovative Ansätze für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Zuständen nach einer Infektion zu entwickeln. Die Vorschläge sollten die meisten der folgenden Forschungsbereiche betreffen:
- Identifizierung von Schutz- und Risikofaktoren, die mit der Entwicklung von Postinfektionskrankheiten in Verbindung stehen, um gezielte Präventionsstrategien zu entwickeln, indem relevante Informationen wie Genetik, Epigenetik, Immun- oder Entzündungsreaktionen und/oder andere relevante Faktoren einbezogen werden.
- Verbesserung des Verständnisses der Pathophysiologie von Zuständen nach einer Infektion (einschließlich entzündlicher Aspekte), um Biomarker zu ermitteln und klinisch validierte diagnostische Ansätze für die Früherkennung, das Fortschreiten der Krankheit und/oder die Optimierung der Behandlung zu entwickeln.
- Entwicklung und Validierung präventiver und/oder therapeutischer Maßnahmen, einschließlich gezielter pharmakologischer Behandlungen, der Umwidmung vorhandener Arzneimittel oder präzisionsmedizinischer Ansätze, durch klinische Studien im Frühstadium, die die klinische Sicherheit und Wirksamkeit nachweisen.
- Identifizierung wirksamer unterstützender Rehabilitationsansätze, einschließlich Physiotherapie, kognitiver Interventionen und psychologischer Unterstützung, um die Genesung, die psychische Gesundheit und die Lebensqualität der Patient*innen zu verbessern, und Bewertung ihrer Wirksamkeit.
- Untersuchung bewährter Verfahren zur Integration der Behandlung von postinfektiösen Erkrankungen in die primäre und spezialisierte Gesundheitsversorgung und Verbesserung der Koordination zwischen den Angehörigen der Gesundheitsberufe.
Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Geschlecht gewidmet werden, da Frauen aufgrund hormoneller und anderer biologischer sowie sozialer Faktoren häufig anders auf postinfektiöse Erkrankungen reagieren, was sich auf ihre Diagnose, Behandlung und Genesung auswirken kann. Darüber hinaus sollten auch Alter, Behinderung, Rasse oder ethnische Herkunft, sozioökonomische Faktoren, Lebensstil und Verhaltensmuster berücksichtigt werden. Besonderes Augenmerk sollte auf gefährdete Bevölkerungsgruppen und Gruppen mit Vorerkrankungen gelegt werden, um gerechte und integrative Gesundheitslösungen zu gewährleisten.
Es wird ein multidisziplinärer, sektorübergreifender Ansatz empfohlen, der alle relevanten Akteure (medizinische und nicht-medizinische) einbezieht, einschließlich Patient*innen, Forscher*innen, Angehörige der Gesundheitsberufe und politische Entscheidungsträger*innen.
Die Vorschläge sollten ein harmonisiertes Konzept für die Erhebung, Speicherung, gemeinsame Nutzung und Analyse von FAIR-Daten entwickeln und dabei bestehende europäische (Forschungs-)Infrastrukturen nutzen, gegebenenfalls einschließlich Biobanken oder Kohortendaten, und zu neu entstehenden Forschungsinfrastrukturen beitragen, die im Rahmen des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) und der European Open Science Cloud (EOSC) eingerichtet werden.
Die Vorschläge sollten die Komplementarität mit laufenden EU-Initiativen nachweisen, einschließlich Projekten, die im Rahmen einschlägiger Themen gefördert werden, und gegebenenfalls Pläne für eine Zusammenarbeit skizzieren, um Synergien zu maximieren und Doppelarbeit in der Forschung zu vermeiden.
Von allen im Rahmen dieses Themas geförderten Projekten wird erwartet, dass sie sich an Netzwerken und gemeinsamen Aktivitäten beteiligen. Außerdem wird erwartet, dass sie sich frühzeitig mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Verbindung setzen, um die Angemessenheit der Maßnahmen aus regulatorischer Sicht sicherzustellen. Gegebenenfalls sollte eine Gesundheitstechnologiebewertung (Health Technology Assessment, HTA) durchgeführt werden, um die klinischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Maßnahmen zu bewerten.
Gegebenenfalls werden die Antragstellenden ermutigt, Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (KI) und fortgeschrittene computergestützte Modellierungs-/Virtual Human Twin (VHT)-Werkzeuge zur Vorhersage des Krankheitsrisikos und des Krankheitsverlaufs einzubeziehen, wobei sicherzustellen ist, dass diese Werkzeuge für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entwickelt und getestet werden, um Verzerrungen zu minimieren. Hardware und Software sollten gemäß international anerkannten Standards interoperabel sein.
Dieses Thema erfordert einen wirksamen Beitrag der Sozial- und Geisteswissenschaften (SSH) und die Beteiligung von SSH-Expert*innen, Institutionen sowie die Einbeziehung von einschlägigem SSH-Fachwissen, um sinnvolle und signifikante Effekte zu erzielen, die die gesellschaftliche Wirkung der entsprechenden Forschungstätigkeiten verstärken.
Die Teilnahme von Start-ups, Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird ebenfalls gefördert, um ihre wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen zu stärken und ihr Innovationspotenzial zu erhöhen.
Die Antragsteller*innen sollten in dem dafür vorgesehenen Anhang unter Verwendung der im Einreichungssystem bereitgestellten Vorlage Einzelheiten zu ihren klinischen Studien angeben. Da bei Vorschlägen zu diesem Thema klinische Studien erwartet werden, wird die Verwendung der Vorlage dringend empfohlen.
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Erwartete Ergebnisse
Mit diesem Thema sollen Aktivitäten unterstützt werden, die eine oder mehrere der erwarteten Auswirkungen des Ziels "Bekämpfung von Krankheiten und Verringerung der Krankheitslast" ermöglichen oder zu ihnen beitragen. Zu diesem Zweck sollten Vorschläge zu diesem Thema darauf abzielen, Ergebnisse zu liefern, die auf die folgenden erwarteten Ergebnisse ausgerichtet sind, auf sie zugeschnitten sind und zu ihnen beitragen:
- Alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette des Gesundheitswesens haben Zugang zu evidenzbasierten Behandlungs- und Managementstrategien für Zustände nach einer Infektion und verbessern die Genesung und Lebensqualität der Patient*innen in verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
- Gesundheitsbehörden und Angehörige der Gesundheitsberufe haben Zugang zu wirksamen Präventions-, Diagnose- und Behandlungsinstrumenten, was eine bessere Verteilung der Ressourcen im Gesundheitswesen gewährleistet.
- Die Gesundheitssysteme verbessern ihre Effizienz und verringern die langfristigen wirtschaftlichen Belastungen, indem sie die Versorgung nach Infektionskrankheiten rationalisieren und Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung beseitigen.
- Die Gesundheitsbehörden haben Zugang zu evidenzbasierten Informationen, um Forschungsergebnisse in die Politik einfließen zu lassen und so die Bereitschaft und Widerstandsfähigkeit der öffentlichen Gesundheit zu verbessern, einschließlich der Schulung des Gesundheitspersonals und verbesserter Leitlinien für das langfristige Krankheitsmanagement.
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Förderfähigkeitskriterien
Förderregion/-länder
Färöer (Føroyar / Færøerne), Island (Ísland), Israel (ישראל / إِسْرَائِيل), Kosovo (Kosova/Kosovë / Косово), Liechtenstein, Marokko (المغرب), Norwegen (Norge), Schweiz (Schweiz/Suisse/Svizzera), Tunesien (تونس /Tūnis), Vereinigtes Königreich (United Kingdom)
förderfähige Einrichtungen
Aus- und Weiterbildungseinrichtung, EU-Einrichtung, Forschungseinrichtung inkl. Universität, Kleines und mittleres Unternehmen (KMU), Non-Profit-Organisation (NPO) / Nichtregierungsorganisation (NGO), Private Einrichtung, inkl. privates Unternehmen (privat und gewinnorientiert), Sonstige, Öffentliche Einrichtung (national, regional und lokal; inkl. EVTZ)
verpflichtende Partnerschaft
Ja
Projektpartnerschaft
Um für eine Förderung in Frage zu kommen, müssen die Antragstellenden ihren Sitz in einem der folgenden Länder haben:
- den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, einschließlich ihrer Regionen in äußerster Randlage: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern.
- die überseeischen Länder und Gebiete (ÜLG), die mit den Mitgliedstaaten verbunden sind: Aruba (NL), Bonaire (NL), Curação (NL), Französisch-Polynesien (FR), Französische Süd- und Antarktisgebiete (FR), Grönland (DK), Neukaledonien (FR), Saba (NL), Saint Barthélemy (FR), Sint Eustatius (NL), Sint Maarten (NL), St. Pierre und Miquelon (FR), Wallis und Futuna (FR).
- Mit Horizon Europe assoziierte Länder: Albanien, Arabische Republik Ägypten, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Kanada, Färöer-Inseln, Georgien, Island, Israel, Kosovo, Moldawien, Montenegro, Neuseeland, Nordmazedonien, Norwegen, Republik Korea, Serbien, Schweiz, Tunesien, Türkiye, Ukraine, Vereinigtes Königreich. Weitere Drittländer können während der Laufzeit des Programms mit Horizont Europa assoziiert werden. Für die Zwecke der Förderbedingungen werden Antragsteller mit Sitz in anderen Drittländern, die eine Assoziierung mit Horizont Europa aushandeln, als Einrichtungen mit Sitz in einem assoziierten Land behandelt, wenn das Assoziierungsabkommen von Horizont Europa mit dem betreffenden Drittland zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung gilt.
- die folgenden Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen:Afghanistan, Algerien, Angola, Argentinien, Aserbaidschan, Bangladesch, Belarus, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Botsuana, Burkina Faso, Burundi, Cabo Verde, Kambodscha, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kolumbien, Komoren, Kongo (Demokratische Republik), Kongo (Republik), Costa Rica, Côte d'Ivoire, Kuba, Dschibuti, Dominica, Dominikanische Republik, Ecuador, Ägypten (Arabische Republik), El Salvador, Äquatorialguinea, Eritrea, Eswatini, Äthiopien, Fidschi, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indonesien, Iran (Islamische Republik), Irak, Jamaika, Jordanien, Kasachstan, Kenia, Kiribati, Korea (Demokratische Volksrepublik), Kirgisische Republik, Laos (Demokratische Volksrepublik), Libanon, Lesotho, Liberia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mikronesien (Föderierte Staaten), Mongolei, Marokko, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Niue, Pakistan, Palau, Palästina, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Ruanda, Samoa, São Tomé und Principe, Senegal, Sierra Leone, Salomonen, Somalia, Südafrika, Südsudan, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Sudan, Surinam, Arabische Republik Syrien, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togo, Tonga, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Usbekistan, Vanuatu, Venezuela (Bolivarische Republik), Vietnam, Jemen, Sambia, Simbabwe.
- In Anerkennung der Öffnung der Programme der US-amerikanischen National Institutes of Health für europäische Forscher kann jede Rechtsperson mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Förderung der Union erhalten.
Rechtspersonen mit Sitz in Ländern, die oben nicht aufgeführt sind, kommen für eine Förderung in Betracht, wenn dies in den spezifischen Bedingungen der Aufforderung/des Themas vorgesehen ist oder wenn ihre Teilnahme von der Bewilligungsbehörde als wesentlich für die Durchführung der Maßnahme angesehen wird.
Jede Rechtsperson, unabhängig vom Ort ihrer Niederlassung, einschließlich Rechtspersonen aus nicht assoziierten Drittländern oder internationalen Organisationen (einschließlich internationaler europäischer Forschungsorganisationen) kann teilnehmen (unabhängig davon, ob sie für eine Finanzierung in Frage kommt oder nicht), sofern die in der Horizont-Europa-Verordnung festgelegten Bedingungen sowie alle anderen in der jeweiligen Aufforderung/dem jeweiligen Thema festgelegten Bedingungen erfüllt sind.
Eine "Rechtsperson" ist eine natürliche oder juristische Person, die nach einzelstaatlichem Recht, EU-Recht oder internationalem Recht gegründet wurde und als solche anerkannt ist, Rechtspersönlichkeit besitzt und in eigenem Namen handelnd Rechte ausüben und Verpflichtungen eingehen kann, oder eine Einrichtung ohne Rechtspersönlichkeit.
Sofern in den besonderen Bedingungen der Aufforderung/des Themas nichts anderes vorgesehen ist, können nur Rechtspersonen, die ein Konsortium bilden, an den Maßnahmen teilnehmen, sofern dem Konsortium als Begünstigte drei voneinander unabhängige Rechtspersonen angehören, die jeweils in einem anderen Land ansässig sind, und zwar
- mindestens eine unabhängige Rechtsperson mit Sitz in einem Mitgliedstaat und
- mindestens zwei weitere unabhängige Rechtspersonen, die jeweils in verschiedenen Mitgliedstaaten oder assoziierten Ländern ansässig sind.
Da verbundene Rechtspersonen die Finanzhilfevereinbarung nicht unterzeichnen, zählen sie nicht zu den Mindestkriterien für die Förderfähigkeit eines Konsortiums (falls vorhanden).
In Anerkennung der Öffnung der Programme der US-amerikanischen National Institutes of Health für europäische Forscher sind alle in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässigen Rechtspersonen berechtigt, Finanzmittel der Union zu erhalten.
Wenn Projekte satellitengestützte Erdbeobachtungs-, Ortungs-, Navigations- und/oder damit zusammenhängende Zeitmessungsdaten und -dienste verwenden, müssen die Begünstigten Copernicus und/oder Galileo/EGNOS nutzen (andere Daten und Dienste können zusätzlich verwendet werden).
Vorbehaltlich der Einschränkungen zum Schutz der europäischen Kommunikationsnetze.
weitere Förderkriterien
Besondere Fälle
Verbundene Einrichtungen - Verbundene Einrichtungen (d. h. Einrichtungen, die rechtlich oder kapitalmäßig mit einem Begünstigten verbunden sind und die mit ähnlichen Rechten und Pflichten wie die Begünstigten an der Maßnahme teilnehmen, die aber die Finanzhilfevereinbarung nicht unterzeichnen und daher nicht selbst zu Begünstigten werden) sind zulässig, wenn sie für eine Teilnahme und Finanzierung in Frage kommen.
Assoziierte Partner - Assoziierte Partner (d. h. Einrichtungen, die sich an der Maßnahme beteiligen, ohne die Finanzhilfevereinbarung zu unterzeichnen, und ohne das Recht, Kosten in Rechnung zu stellen oder Beiträge zu fordern) sind vorbehaltlich spezifischer Bedingungen für die Aufforderung/Thematik zulässig.
Einrichtungen ohne Rechtspersönlichkeit - Einrichtungen, die nach nationalem Recht keine Rechtspersönlichkeit besitzen, können ausnahmsweise teilnehmen, sofern ihre Vertreter in der Lage sind, in ihrem Namen rechtliche Verpflichtungen einzugehen, und Garantien zum Schutz der finanziellen Interessen der EU bieten, die denen von juristischen Personen entsprechen.
EU-Einrichtungen - Nach EU-Recht geschaffene Rechtspersonen, einschließlich dezentraler Agenturen, können Teil des Konsortiums sein, sofern in ihrem Basisrechtsakt nichts anderes vorgesehen ist.
Internationale Organisationen — Internationale europäische Forschungsorganisationen sind förderfähig. Internationale Organisationen mit Sitz in einem Mitgliedstaat oder assoziierten Land sind förderfähig für Maßnahmen im Bereich „Ausbildung und Mobilität“ oder wenn dies in den spezifischen Bedingungen der Aufforderung/des Themas vorgesehen ist. Andere internationale Organisationen sind nicht förderfähig, es sei denn, dies ist in den spezifischen Bedingungen der Aufforderung/des Themas vorgesehen oder ihre Beteiligung wird von der Bewilligungsbehörde als für die Durchführung der Maßnahme unerlässlich angesehen.
Gemeinsame Forschungsstelle ("GFS") - Sofern dies in den spezifischen Bedingungen der Aufforderung/des Themas vorgesehen ist, können die Antragsteller in ihren Vorschlägen den möglichen Beitrag der GFS angeben; die GFS beteiligt sich jedoch nicht an der Ausarbeitung und Einreichung des Vorschlags. Die Antragsteller geben den Beitrag an, den die GFS auf der Grundlage des Umfangs des Themas zu dem Projekt leisten könnte. Nach dem Bewertungsverfahren können die GFS und das für die Finanzierung ausgewählte Konsortium eine Vereinbarung über die spezifischen Bedingungen für die Beteiligung der GFS treffen. Wird eine Einigung erzielt, kann die GFS der Finanzhilfevereinbarung als Begünstigter beitreten, der eine Nullfinanzierung beantragt, oder sich als assoziierter Partner beteiligen und würde dem Konsortium als Mitglied beitreten.
Vereinigungen und Interessenverbände - Einrichtungen, die sich aus Mitgliedern zusammensetzen (z. B. europäische Forschungsinfrastrukturkonsortien (ERICs)), können als "alleinige Begünstigte" oder "Begünstigte ohne Rechtspersönlichkeit" teilnehmen. Wenn die Maßnahme jedoch in der Praxis von den einzelnen Mitgliedern durchgeführt wird, sollten diese Mitglieder ebenfalls entweder als Begünstigte oder als verbundene Einrichtungen teilnehmen (andernfalls sind ihre Kosten NICHT förderfähig).
Restriktive Maßnahmen der EU - Einrichtungen, die restriktiven Maßnahmen der EU gemäß Artikel 29 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) und Artikel 215 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU (AEUV) sowie Artikel 75 AEUV unterliegen, sind in keiner Eigenschaft förderfähig, auch nicht als Begünstigte, verbundene Einrichtungen, assoziierte Partner, Dritte, die Sachleistungen erbringen, Unterauftragnehmer oder Empfänger von finanzieller Unterstützung für Dritte (falls vorhanden).
Juristische Personen mit Sitz in Russland, Belarus oder in nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten der Ukraine - In Anbetracht der illegalen Invasion der Ukraine durch Russland und der Beteiligung von Belarus gibt es derzeit keinen geeigneten Rahmen für die Durchführung der in diesem Programm vorgesehenen Maßnahmen mit juristischen Personen mit Sitz in Russland, Belarus oder in nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten der Ukraine. Selbst wenn solche Einrichtungen nicht den restriktiven Maßnahmen der EU unterliegen, können sie daher nicht in irgendeiner Eigenschaft teilnehmen. Dies gilt auch für die Teilnahme als Begünstigte, verbundene Einrichtungen, assoziierte Partner, Dritte, die Sachleistungen erbringen, Unterauftragnehmer oder Empfänger von finanzieller Unterstützung für Dritte (falls vorhanden). Ausnahmen können in begründeten Fällen von Fall zu Fall gewährt werden.
Was speziell die an Russland gerichteten Maßnahmen betrifft, so sind nach der Annahme der Verordnung (EU) Nr. 2024/1745 des Rates vom 24. Juni 2024 (zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 des Rates vom 31. Juli 2014) über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, auch außerhalb Russlands ansässige juristische Personen, deren Eigentumsrechte zu mehr als 50 % direkt oder indirekt im Besitz einer in Russland ansässigen juristischen Person, Organisation oder Einrichtung sind, von der Teilnahme ausgeschlossen.
Maßnahmen zum Schutz des Unionshaushalts vor Verstößen gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn - Nach dem Durchführungsbeschluss (EU) 2022/2506 des Rates können ab dem 16. Dezember 2022 keine rechtlichen Verpflichtungen mit ungarischen Stiftungen von öffentlichem Interesse, die gemäß dem ungarischen Gesetz IX von 2021 gegründet wurden, oder mit den von ihnen unterhaltenen Einrichtungen eingegangen werden. Die betroffenen Einrichtungen können sich weiterhin an Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen beteiligen und als assoziierte Partner teilnehmen, ohne EU-Mittel zu erhalten, sofern die Bedingungen der Aufforderung dies zulassen. Solange die Maßnahmen des Rates jedoch nicht aufgehoben sind, können diese Einrichtungen nicht in einer geförderten Rolle teilnehmen (Begünstigte, verbundene Einrichtungen, Unterauftragnehmer, Empfänger finanzieller Unterstützung für Dritte usw.). Bei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für Finanzhilfen für mehrere Begünstigte werden die Antragsteller aufgefordert, die betreffende Einrichtung aus allen geförderten Funktionen zu entfernen oder zu ersetzen und/oder ihren Status in den eines assoziierten Partners zu ändern. Die Aufgaben und das Budget können entsprechend umverteilt werden.
Zusatzinformationen
Themen
Relevanz für EU-Makroregion
EUSAIR - EU Strategie für den adriatischen-ionischen Raum, EUSALP - EU Strategie für den Alpenraum, EUSBSR - EU Strategie für den Ostseeraum, EUSDR - EU Strategie für den Donauraum
UN Nachhaltigkeitsziele (UN-SDGs)
Zusätzliche Informationen
Die Anträge müssen elektronisch über das elektronische Einreichungssystem des Funders & Tenders Portal eingereicht werden (zugänglich über die Themenseite im Bereich Search Funding & Tenders ). Einreichungen auf Papier sind NICHT möglich.
Für die Einreichung von Anträgen sind die im elektronischen Einreichungssystem bereitgestellten Formulare zu verwenden (nicht die auf der Themenseite verfügbaren Vorlagen, die nur zur Information dienen). Der Aufbau und die Präsentation müssen den Anweisungen in den Formularen entsprechen.
Die Anträge müssen vollständig sein und alle Teile und obligatorischen Anhänge und Belege enthalten.
Die Anträge müssen einen Plan für die Nutzung und Verbreitung der Ergebnisse, einschließlich Kommunikationsmaßnahmen, enthalten, sofern in den spezifischen Bedingungen der Aufforderung/des Themas nichts anderes vorgesehen ist. Der Plan ist nicht erforderlich für Anträge in der ersten Phase eines zweistufigen Verfahrens. Wenn die erwartete Verwertung der Ergebnisse die Entwicklung, Schaffung, Herstellung und Vermarktung eines Produkts oder Verfahrens oder die Schaffung und Erbringung einer Dienstleistung umfasst, muss der Plan eine Strategie für diese Verwertung enthalten. Sieht der Plan vor, dass die Ergebnisse in erster Linie in nicht assoziierten Drittländern verwertet werden, müssen die Antragsteller erläutern, wie diese Verwertung im Interesse der EU erfolgen soll.
Das Antragsformular besteht aus zwei Teilen:
- Teil A (der direkt online auszufüllen ist) enthält administrative Angaben zu den antragstellenden Organisationen (künftiger Koordinator und Begünstigte sowie verbundene Einrichtungen), die zusammengefasste Kostenaufstellung für den Vorschlag und aufrufspezifische Fragen;
- Teil B (der vom Einreichungssystem des Portals herunterzuladen, auszufüllen und dann zusammenzusetzen und als PDF-Datei wieder in das System hochzuladen ist) enthält die technische Beschreibung des Projekts.
Anhänge und Begleitdokumente sind direkt im Einreichungssystem verfügbar und müssen als PDF-Dateien (oder in anderen vom System zugelassenen Formaten) hochgeladen werden.
Ein vollständiger Antrag (Teil B) darf höchstens 45 Seiten umfassen.
Die Bewilligungsbehörde kann bis zu vier Jahre nach Beendigung der Maßnahme einer Übertragung der Eigentumsrechte oder einer ausschließlichen Lizenzvergabe für die Ergebnisse widersprechen, wie in der Sonderbestimmung in Anhang 5 dargelegt.
Die förderfähigen Kosten werden in Form eines Pauschalbetrags gemäß dem Beschluss vom 7. Juli 2021 zur Genehmigung der Verwendung von Pauschalbeiträgen im Rahmen des Programms Horizont Europa - Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2021-2027) - und in Maßnahmen des Forschungs- und Ausbildungsprogramms der Europäischen Atomgemeinschaft (2021-2025) gewährt.
Die Kriterien sind im Allgemeinen Anhang D beschrieben: Die Schwellenwerte für jedes Kriterium sind 4 (Exzellenz), 4 (Auswirkungen) und 4 (Umsetzung). Der kumulative Schwellenwert beträgt 12.
Call-Dokumente
Horizon Europe Work Programme 2026-2027 Cluster 1 - HealthHorizon Europe Work Programme 2026-2027 Cluster 1 - Health(1700kB)
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