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Call-Eckdaten
Interreg Euro-MED, 7. Ausschreibungsrunde: thematische Projekte (nachhaltiger Tourismus)
Förderprogramm
Interreg Euro-MED
Termine
Öffnung
01.09.2026
Deadline
30.09.2026 13:00
Budget des Calls
€ 8.000.000,00
Geschätzter Beitrag der EU pro Projekt
max. € 800.000,00
Link zum Call
Link zur Einreichung
Call-Inhalte
Kurzbeschreibung
Diese 7. Projektausschreibung wird vom Interreg-Euro-MED-Programm im Rahmen des „Mediterranean Multiprogramme Mechanism“ veröffentlicht, einem strategischen Rahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich des nachhaltigen Tourismus zwischen den Interreg-Programmen. Diese Initiative vereint nun zehn Interreg-Programme, von denen acht an dieser koordinierten Ausschreibung teilnehmen.
Call-Ziele
Die Projekte müssen ausschließlich im Rahmen der Mission „Nachhaltiger Tourismus“ auf die Programmschwerpunkte (Schwerpunkt 1: Ein intelligenteres Mittelmeer & Schwerpunkt 2: Ein grüneres Mittelmeer) ausgerichtet sein .
Projektvorschläge sollten sich auf die Valorisierung und den Transfer bereits erzielter Ergebnisse konzentrieren und nicht auf die Entwicklung völlig neuer Ergebnisse. Aus diesem Grund müssen Projektvorschläge, die im Rahmen dieser koordinierten Ausschreibung eingereicht werden, auf mindestens einem Ergebnis basieren, das im Rahmen eines anderen MMM-Programms als demjenigen entwickelt wurde, für das der Antrag gestellt wird.
Erwartete Effekte und Auswirkungen
Die Nutzung von Erfahrungen und Ergebnissen zur Förderung neuer Synergien zieht sich wie ein roter Faden durch die MMM-Programme und ist das Kernelement zur Verstärkung der Ergebnisse. Aus diesem Grund müssen sich die im Rahmen dieser koordinierten Ausschreibung eingereichten Projektvorschläge auf mindestens ein Ergebnis stützen, das im Rahmen eines anderen MMM-Programms als demjenigen, für das der Antrag gestellt wird, entwickelt wurde. Projektvorschläge sollten sich auf die Valorisierung und den Transfer von Ergebnissen konzentrieren, die im Rahmen zuvor durchgeführter, im MMM-Bereich kofinanzierter Projekte erzielt wurden, und nicht auf die Entwicklung völlig neuer Ergebnisse.
Die Einbindung des Partners bzw. der Partner, der bzw. die das ausgewählte Ergebnis ursprünglich entwickelt hat, ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch von Vorteil sein und je nach den Förderkriterien des jeweiligen Programms entweder im Rahmen einer Vollpartnerschaft oder durch assoziierte Partner erfolgen.
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Erwartete Ergebnisse
AUF WELCHE ZENTRALEN THEMEN KONZENTRIERT SICH DIE KOORDINIERTE AUSSCHREIBUNG?
Gemeinsame und strategische Steuerung des Tourismusangebots
- Dauerhafte Governance-Strukturen auf mehreren Ebenen: Schaffung und Institutionalisierung sektorübergreifender Lenkungsgruppen und digitaler Plattformen, um die Kontinuität und Integration der Tourismus-Governance über den Projektzyklus hinaus sicherzustellen;
- Einbindung der Projektergebnisse in die Politik: Entwicklung und gemeinsame Gestaltung von Policy Briefs, Toolkits und Positionspapieren gemeinsam mit lokalen/regionalen Behörden, um die Projektergebnisse in territoriale Entwicklungsstrategien zu integrieren;
- Kapazitätsaufbau und Peer-Learning: Durchführung von Schulungsmodulen und Peer-Learning-Aktivitäten zur Stärkung der Akteur*innen, einschließlich Jugendlicher und generationenübergreifender Gruppen, in Steuerungsprozessen;
- Inklusive und datengestützte Entscheidungsfindung: Datenüberwachungsinstrumente und partizipative Beratungsgremien integrieren, um eine transparente, evidenzbasierte Steuerung und Bürger*innenbeteiligung zu unterstützen;
- Mehrebenen-Governance und Zusammenarbeit: Organisation von Veranstaltungen auf verschiedenen Ebenen, Bootcamps und Matchmaking-Plattformen zur Förderung des Austauschs und der strategischen Abstimmung zwischen Regionen und Programmen.
Tourismus und der grüne Wandel
- Integrierte Modelle für grünen Tourismus: Projekte konzipieren und umsetzen, die Tourismus mit ökologischem Gleichgewicht, Ressourcenmanagement und territorialer Entwicklung verknüpfen und dabei den langfristigen Wandel in den Vordergrund stellen;
- Lokales institutionelles Engagement: Entwicklung von Fördermechanismen und Ausstiegsstrategien von Beginn an, um die Nachhaltigkeit der Projekte und deren Integration in die lokale Regierungsführung sicherzustellen;
- Wissensmanagement und -austausch: Schaffung gemeinsamer Plattformen sowie Stärkung und Aufwertung bestehender Netzwerke für kollaboratives Lernen, Peer-Reviews und die Verbreitung bewährter Verfahren über Regionen hinweg;
- Bürger*innen- und Jugendbeteiligung: Unterstützung partizipativer Governance-Modelle, bei denen Bürger*innen und Jugendliche Initiativen für grünen Tourismus gemeinsam gestalten und mitentwickeln.
Soziale Dimension des Tourismus (Beschäftigung und Qualifizierung), inklusiver und barrierefreier Tourismus
- Universelle Barrierefreiheit und Inklusion: Entwicklung touristischer Lösungen auf der Grundlage universeller Gestaltungsprinzipien, die eine Anpassungsfähigkeit für alle Nutzer*innengruppen (Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen) gewährleisten.
- Mitgestaltung bei der Projektkonzeption: Endnutzer*innen und Zielgruppen direkt in die Konzeption, Umsetzung und Bewertung von Projekten und Ausschreibungen einbeziehen.
- Qualifikationen und hochwertige Beschäftigung: Förderung von Weiterbildung, Umschulung und neuen Karrierewegen zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität und zur Anpassung an die sich wandelnden Anforderungen des Tourismusarbeitsmarktes, mit Schwerpunkt auf der Beschäftigung junger Menschen.
Innovative und intelligente Tourismusprodukte
- Digitale Transformation im Tourismus: Unterstützung der Entwicklung und des Einsatzes von KI-gestützten Diensten, VR-Tools und digitalen Plattformen zur Verbesserung der Tourismuserlebnisse und der betrieblichen Effizienz;
- Innovationsfähigkeit: Bereitstellung gezielter Schulungen und Unterstützung für KMU, Start-ups und Projektteams, um sich an sich wandelnde Geschäftsmodelle, Technologien und neue Chancen (Nischentourismus) anzupassen;
- Öffentlich-private Partnerschaften: Förderung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden, KMU, Zertifizierungsstellen, Wissenschaft und Investoren, um Innovation und Skalierbarkeit voranzutreiben;
- Kapitalisierung und Internationalisierung: Nutzung bestehender Netzwerke und gemeinsamer Vertriebsmechanismen, um Projektergebnisse zu skalieren, die Wirkung zu überwachen und die Übertragung auf andere Regionen und Märkte zu unterstützen;
- Jugendliche und Bürger bei der Mitgestaltung: partizipative Formate (Living Labs, Hackathons) und vereinfachte Verfahren umsetzen, um von Jugendlichen getragene Innovationen und eine inklusive Projektentwicklung zu fördern.
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Förderfähigkeitskriterien
Förderregion/-länder
förderfähige Einrichtungen
Aus- und Weiterbildungseinrichtung, Forschungseinrichtung inkl. Universität, Internationale Organisation, Kleines und mittleres Unternehmen (KMU), Non-Profit-Organisation (NPO) / Nichtregierungsorganisation (NGO), Private Einrichtung, inkl. privates Unternehmen (privat und gewinnorientiert), Sonstige, Öffentliche Einrichtung (national, regional und lokal; inkl. EVTZ)
verpflichtende Partnerschaft
Ja
Projektpartnerschaft
Die Projektpartnerschaft muss mindestens aus Partnern bestehen, die ihren Sitz in fünf (5) verschiedenen Ländern innerhalb des Kooperationsraums des Interreg-Euro-MED-Programms haben.
Der federführende Partner (LP) ist eine öffentliche Einrichtung oder eine Einrichtung des öffentlichen Rechts (im Sinne der Richtlinie 2014/24/EU).
Es wird dringend empfohlen, institutionelle Partner und Netzwerke einzubeziehen und die Anzahl der Projektpartner auf maximal 8 zu beschränken.
Potenzielle Begünstigte müssen sich bei einem einzigen am Interreg-MMM-Programm teilnehmenden Programm bewerben, das an dieser koordinierten Ausschreibung teilnimmt.
Diese Wahl bestimmt die Verwaltungsvorschriften (spezifische Ziele, Förderfähigkeit und Auswahlkriterien, Finanzierung, geografisches Gebiet usw.), die für Ihren Antrag und – im Falle einer Auswahl – für die Durchführung Ihres Projekts gelten.
Es ist wichtig zu betonen, dass es sich hierbei um eine koordinierte Ausschreibung und nicht um eine gemeinsame Ausschreibung handelt, da jedes Programm seine eigenen Regeln, sein eigenes Budget und seine eigenen Auswahlverfahren beibehält. Trotz der MMM-Koordination und des gemeinsamen Rahmens wird jedes Programm alle formalen Schritte der Ausschreibung separat abwickeln.
Zwar agiert jedes Programm unabhängig, doch haben sich die teilnehmenden Programme auf einen gemeinsamen Koordinierungsrahmen geeinigt, um die Übertragbarkeit und Skalierbarkeit bereits erzielter Lösungen über ihren eigenen Kooperationsbereich hinaus zu nutzen und zu verbessern.
- Auf MMM-Ebene definierte gemeinsame Elemente:
- Gemeinsamer übergreifender thematischer Schwerpunkt (Ergebnisse der thematischen Workshops „Paths That Last“)
- Gemeinsame Liste der Ergebnisse, die von jedem teilnehmenden Programm vorgeschlagen werden und die genutzt und auf andere Kooperationsbereiche als diejenigen übertragen werden sollen, in denen sie ursprünglich entwickelt wurden;
- Ein vorläufiger Mindestzeitraum der Überschneidung von 10 Monaten für alle ausgewählten Projekte, die von den teilnehmenden MMM-Programmen finanziert werden, um eine parallele Umsetzung und den Wissensaustausch zu ermöglichen.
- Auf Programmebene definierte und verwaltete Elemente:
- Projektbudget und -dauer;
- Zusammensetzung der Partnerschaft (einschließlich assoziierter Partner);
- Förderkriterien, Einreichungs- und Auswahlverfahren sowie Vertragsabschlüsse.
Die teilnehmenden Programme haben sich zudem darauf geeinigt, harmonisierte Elemente in das Antragsformular und die Bewertungsverfahren zu integrieren. Außerdem werden sie eine koordinierte Kommunikationskampagne durchführen.
weitere Förderkriterien
Zielgebiete
Das Zielgebiet des Programms geht über seinen Kooperationsraum hinaus und umfasst eine Vielzahl von Gebieten im gesamten Mittelmeerraum, deren Herausforderungen durch die Projekte angegangen werden könnten. Eine realistische und detaillierte Auswahl der abgedeckten Gebiete ist für den Erfolg des Programms von grundlegender Bedeutung. Insbesondere im Rahmen des Schwerpunkts „NACHHALTIGER TOURISMUS“ sind die meisten Gebiete des Programms von den darin behandelten Themen betroffen. Dennoch eignen sich die folgenden Gebiete besonders für Projekte:
- Naturschutzgebiete und Grünflächen im Allgemeinen, die Ökosystemleistungen bieten
- Stadtgebiete, die aufgrund des hohen touristischen Drucks unter Ressourcenmangel oder übermäßiger Abfallbelastung leiden
- Inseln und abgelegene Gebiete
- Ländliche und Berggebiete
- Küsten- und Meeresgebiete
- Gebiete mit Potenzial, nachhaltige Tourismusalternativen zu traditionellen Tourismusaktivitäten anzubieten
- Tourismusgebiete, die besonders anfällig für den Klimawandel und Naturkatastrophen sind
- Andere Binnengewässer, die durch touristischen Druck belastet sind (Binnenfeuchtgebiete, Süßgewässer, Flüsse, Seen, Stauseen, …)
- Gebiete von besonderem Interesse (Natur- und Kulturerbe)
Zielgruppen
Die Kernzielgruppen des Programms sind nationale, regionale und lokale Behörden, die an der Politikgestaltung beteiligt sind und mit anderen relevanten Stellen zusammenarbeiten, die für die Festlegung und Umsetzung von Strategien zuständig sind. Im Rahmen der Mission „NACHHALTIGER TOURISMUS“ sind die Zielgruppen:
- Lokale, regionale und nationale Behörden mit Zuständigkeiten in den Bereichen Tourismus, Ressourcen- und Abfallwirtschaft, Stadtplanung, Verkehr und Umwelt
- KMU und Wirtschaftsakteure im Tourismussektor
- Organisationen zur Unternehmensförderung
- Universitäten, Hochschuleinrichtungen und Forschungszentren
- Zivilgesellschaft, lokale Gemeinschaften und Vereine sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich mit Themen rund um Tourismus, Konsum, Abfallvermeidung, Erhaltung des kulturellen Erbes sowie Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen befassen
- Destination-Management-Organisationen
- Tourismusmanagement-Agenturen
- Energiemanagement-Organisationen/-Gremien
- Recycling-Organisationen
- Infrastrukturbetreiber (Hafenbehörden, Meeresschutzgebiete usw.)
Zusatzinformationen
Themen
Relevanz für EU-Makroregion
EUSAIR - EU Strategie für den adriatischen-ionischen Raum, EUSALP - EU Strategie für den Alpenraum, EUSDR - EU Strategie für den Donauraum
Projektlaufzeit
max. 21 Monate
Zusätzliche Informationen
Der federführende Partner ist im Namen der gesamten Projektpartnerschaft für das Antragsverfahren verantwortlich und muss ein Profil auf der Jems-Plattform erstellen, um auf das Online-Formular zugreifen zu können.
Das Antragsverfahren für diese Ausschreibung besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Phasen:
- Einreichung des Antragsformulars „Euro-MED07 Call – TRANSFER PROJECTS – MMM“ in englischer oder französischer Sprache: Die Validierung auf „Jems“ muss bis zum 30.09.2026, 13:00 Uhr (Brüsseler Zeit) erfolgen. (Zulassungskriterium A.1)
- Die Einreichung der obligatorischen Anhänge: Diese müssen bis zum 14.10.2026 um 13:00 Uhr (Brüsseler Zeit) auf „Jems“ hochgeladen werden.
- Für jeden am Projekt beteiligten Partner (einschließlich des federführenden Partners): eine Kopie der Partnererklärung (bzw. des federführenden Partners), die über das Jems-System generiert wurde. Diese Formulare müssen vom gesetzlichen Vertreter der Partnereinrichtung datiert und unterzeichnet sein.
- Für jeden assoziierten Partner (falls zutreffend): eine Kopie der aus dem JEMS-System generierten Erklärung des assoziierten Partners. Diese Formulare müssen vom gesetzlichen Vertreter der Partnereinrichtung datiert und unterzeichnet sein.
Call-Dokumente
Interreg Euro-MED 7th CallInterreg Euro-MED 7th Call(1269kB)
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